Friedhof

Kath. Friedhof Kriegshaber

Neusäßer Straße 8a
Tel. 40 48 97

Öffnungszeiten:

  • März bis Oktober: 7.00 Uhr - 19.00 Uhr
  • November bis Februar: 8.00 Uhr - 17.00 Uhr

Bürozeiten:

  • Montag bis Freitag: 10.00 Uhr - 12.00 Uhr

Vor bald 150 Jahren, am 26. Oktober 1858, wurde der Gottesacker von Kriegshaber durch den katholischen Ortsgeistlichen eingeweiht. Bis zu diesem Tage wurden die Bürger Kriegshabers auf dem Oberhauser- (Nord)-Friedhof bestattet. Durch eine Cholera-Epidemie, die ab 1854 die Gemeinden heimsuchte und viele Todesopfer forderte, war dieser Friedhof damals jedoch nicht mehr aufnahmefähig. Deshalb war die Pfarrgemeinde in Kriegshaber gezwungen, einen eigenen Begräbnisplatz einzurichten. Ein Jahr später, 1859, erhielten auch die katholischen Nachbargemeinden in Neusäß das Recht, den Friedhof mitzubenutzen. Nach nur drei Jahrzehnten, 1893, musste das Gelände des Friedhofs wegen Platzmangel erweitert werden.

Ein markantes Datum der Friedhofsgeschichte war dann 1903. In diesem Jahr erbauten die beiden Pfarrgemeinden Hlgst.Dreifaltigkeit-Kriegshaber, und St.Ägidius - Neusäß, gemeinsam die - bis heute fast unverändert gebliebene - Friedhofshalle. Etwa 1965 erfolgte die bisher letzte Erweiterung des Friedhofsgeländes.

Nicht unerwähnt bleiben sollte ein besonderes handwerkliches Kleinod des Kriegshaber Friedhofs: das von der aus Kriegshaber stammenden Kupferschmiedefamilie Franz Kusterer angefertigte - auf der Weltausstellung 1933 in Chicago/USA gezeigte - aus Kupferblech getriebene Kruzifix. Es schmückt heute das Grab für die verstorbenen Priester der Pfarrei.

Hans-Georg Mayer